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Investmentlexikon
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Begriffe rund um das Investment werden nachstehend erklärt.
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Agio Aufgeld bei Wertpapieren. Der Betrag, um den der Ausgabepreis bei der Neuausgabe von Wertpapieren deren Nennbetrag übersteigt bzw. der Betrag, um den der Börsenkurs (z. B. einer geschlossenen Länderfondsaktie) den inneren Wert übersteigt. Auch das Aufgeld, das beim Kauf der meisten Fonds vom Anleger zu zahlen ist, wird als Agio bezeichnet. Gegenteil: Disagio
Aktienfonds Ein Investmentfonds, der ausschließlich oder überwiegend in Aktien anlegt. Der Anteilinhaber ist an der Substanz und dem Ertrag von in- und/oder ausländischen Unternehmen beteiligt. Aktienfonds haben ein höheres Risiko, aber auch größere Chancen auf Wertsteigerungen als Rentenfonds.
Allgemeine Vertragsbedingungen Sie regeln das Rechtsverhältnis zwischen Anleger und Kapitalanlagegesellschaft (KAG) und gelten für alle Publikumsfonds der KAG jeweils in Verbindung mit den Besonderen Vertragsbedingungen der einzelnen Fonds. Beide zusammen sind Bestandteil des Verkaufsprospektes. Seit Novellierung des Gesetzes über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) von 1990 sind die Allgemeinen Vertragsbedingungen in wortgleicher Form fester Bestandteil aller Verkaufsprospektes der Publikumsfonds deutscher KAGs.
Altervorsorge-Sondervermögen Spezieller Fondstyp zum Zwecke der Altersvorsorge, der seit April 1998 in Deutschland zugelassen ist. Erste Fondsprodukte dieses Typs werden ab September 1998 am deutschen Markt erwartet. (Siehe auch Punkt I - 3.2)
Anlageausschuß Die Allgemeinen Vertragsbedingungen für Publikumsfonds sehen vor, daß sich die K'AG bzw. ihr Fondsmanagement bei der Auswahl der zu kaufenden oder zu verkaufenden Vermögenswerte von einem Anlageausschuß beraten lassen kann. Der Anlageausschuß wird vom Aufsichtsrat der KAG für den jeweiligen Fonds bestellt. Im Anlageausschuß wird die längerfristige Anlagepolitik festgelegt. Sowohl die Vertreter der Depotbank als auch die der KAG haben bei ihren Entscheidungen unabhängig voneinander die Interessen der Anteilinhaber wahrzunehmen.
Anlageberater Mitarbeiter von Banken, Sparkassen oder anderen spezialisierten Unternehmen, die gewerbsmäßig Empfehlungen für den Kauf/Verkauf von Wertpapieren oder anderen Kapitalanlagen an Kunden weitergeben. Der Anlageberater unterbreitet Vorschläge, die den Anlagezielen des Kunden hinsichtlich Sicherheit, Liquidität und (Netto)-Ertrag entsprechen sollten. Vor dem Kauf von Investmentanteilen muß ein Anlageberater - genauso wie ein selbständiger Fondsvermittler - auf den Inhalt des Verkaufsprospektesverweisen und diesen dem Kunden aushändigen.
Anlagegrenzen Nach dem KAGG darf ein Fonds in Wertpapieren einer einzelnen Adresse - Ausstellers - nur maximal fünf Prozent - in Ausnahmefällen bis zu zehn Prozent - des Fondsvermögens investieren. Dadurch soll der Grundidee des Investmentsparens - nämlich der Risikostreuung durch eine Vielzahl von Anlagen - Rechnung getragen werden.
Anlagepolitik Festlegung aller Maßnahmen zur Gestaltung des Investmentvermögens durch das Portfolio-Management. Neben der Beachtung der Anlagegrenzen des KAGG setzt sich das Portfolio-Management Anlageziele, beispielsweise einen Referenzindex wie den deutschen Aktienindex (DAX) zu schlagen. Die meisten Fonds sollen durch Kauf und Verkauf von Wertpapieren bei einem definierten Risiko einen möglichst hohen Ertrag erzielen. Die Anlagepolitik wird zunächst für einen bestimmten Zeitraum festgelegt. Im einzelnen werden Entscheidungen über die Auswahl der Wertpapiere, über den Zeitpunkt der Anschaffung, die Anlagedauer sowie über Absicherungen gegen Kursverluste getroffen.
Anteilschein Anteilschein (= Investmentanteile, - zertifikate) verbriefen die Ansprüche der Anteilinhaber gegenüber der KAG. Sie bestehen beim Erwerb effektiver Stücke aus Mantel und Bogen mit den Ertragsscheinen. Anteilscheine haben keinen Nennwert, sondern lauten auf eine bestimmte Stückzahl Anteile (bspw. 1, 10, 100, 500 oder 1000 Anteile).
Anteilumlauf Gesamtzahl aller ausgegebenen Anteile eines Fonds, die sich aktuell im Umlauf befinden. Bei jedem Kauf von Fondsanteilen werden von der Depotbank neue Stücke ausgegeben bzw. bei jedem Verkauf zurückgenommen. Dabei ist es unerheblich, ob sich Anteile als effektive Stücke im Besitz des Anlegers oder in Girosammelverwahrung befinden.
Anteilwert Der Wert eines Anteilscheins, der sich aus der Teilung des gesamten Fondsvermögens durch die Zahl der umlaufenden Anteile ergibt. Der Anteilwert der Publikumsfonds wird börsentäglich von der Depotbank unter Mitwirkung der KAG ermittelt. Der Anteilwert ist identisch mit dem Rücknahmepreis,zu dem die KAG Fondsanteile zurücknimmt. Er wird zusammen mit dem Ausgabepreis veröffentlicht.
Antizyklisches (Anlage) Verhalten Ein antizyklischer Anleger investiert nicht im Einklang mit dem Markttrend - das wäre prozyklisches Verhalten-, sondern nutzt Börsenhochs und -tiefs, um entgegen dem Markt (antizyklisch), Wertpapiere zu kaufen bzw. zu verkaufen. Antizyklisches Anlageverhalten kann zu höheren Gewinnen führen als prozyklisches Verhalten.
Asset Allocation Englischer Begriff für die Aufteilung des Kapitals auf verschiedene Anlagemöglichkeiten (Assetklassen, Währungen, Regionen). Die Bedeutung der Asset Allocation beruht auf der Tatsache, daß der Ertrag eines Portefeuilles in erster Linie von der Auswahl der Wertpapierarten und Länder sowie deren Gewichtung bestimmt wird. Asset Allocation hat zum Ziel, Rendite und Risiko eines Portefeuilles zu optimieren.
Ausgabeaufschlag (Agio) Differenz zwischen Ausgabepreis und Anteilwert, die der Anleger beim Erwerb von Investmentanteilen zahlt. Die Gebühr dient in erster Linie zur Deckung der Vertriebskosten der KAG. Der Ausgabeaufschlag wird als Prozentsatz auf Basis des Rücknahmepreises oder des Anlagebetrags berechnet. Die Höhe des Ausgabeaufschlags hängt im wesentlichen von der Art des Fonds und seinem Anlageschwerpunkt ab. Manche KAG's berechnen - je nach Anlagebetrag - gestaffelte Ausgabeaufschläge.
Ausgabepreis Preis, zu dem Anleger Investmentfondsanteile kaufen können. Die Höhe diese täglich ermittelten Preises ergibt sich aus dem Anteilwert zuzüglich des Ausgabeaufschlags. Der Ausgabepreis wird in der Regel börsentäglich ermittelt und veröffentlicht.
Ausländische Fonds Steuerlich wird unterschieden zwischen zugelassenen deutschen Investmentfonds sowie drei unterschiedlichen Kategorien ausländischer Fonds: 1. Registrierte Fonds, die ihre Anteile in Deutschland öffentlich anbieten dürfen. 2. Nicht registrierte Fonds mit Finanzvertreter, die ihre Anteile in Deutchland nicht öffentlich anbieten dürfen. 3. Alle übrigen Fonds, die ihre Anteile in Deutschland ebenfalls nicht öffentlich anbieten dürfen. Registrierte ausländische Fonds werden bis auf wenige Besonderheiten steuerlich wie deutsche Fonds behandelt. Nicht registrierte ausländische Fonds sind gegenüber deutschen Fonds steuerlich erheblich benachteiligt. Damit ein ausländischer Fonds als registrierter Fonds gilt, muß er einige Kriterien erfüllen. Insbesondere muß er eine Zulassung für den öffentlichen Vetrieb in Deutschland haben (Vertriebszulassung). Dazu auch Fachbeitrag, Steuern von BVI-Geschäftsführer Rüdiger Päsler, Kap. I-3.3.
Ausschüttende Fonds Nach Beendigung des Fondsgeschäftsjahres werden die dem Fonds zugeflossenen ordentlichen und evtl. auch ein Teil der außerordentlichen Erträge an die Anteilinhaber ausgeschüttet (Ausnahme: die thesaurierenden Fonds). Ordentliche Erträge setzen sich bei Wertpapierfonds aus Dividenden und/oder Zinsen zusammen. Die außerordentlichen Erträge enthalten vor allem Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren. Die Ausschüttungen werden in der Basiswährung des Fonds je Anteil festgesetzt. Die Ausschüttungen werden im Rechenschaftsbericht, im Bundesanzeiger sowie in der Tagespresse veröffentlicht. Der Anteilspreis eines Investmentfonds vermindert sich am Tag der Ausschüttung um diesen Betrag. Die Höhe der Ausschüttung gibt keinen Aufschluß über die Qualität eines Investmentfonds oder seines Managements. Bei einigen Fonds existiert jeweils eine ausschüttende und eine thesaurierende Tranche. In der Regel werden die ausschüttenden Tranchen als A-Anteile bezeichnet, die thesaurierenden Tranchen als B-Anteile. Gegenteil: Thesaurierende Fonds.
Ausschüttungsgleicher Ertrag Thesaurierungsbetrag (siehe Thesaurierende Fonds sowie Fachbeitrag Steuern von BVI-Geschäftsführer RüdigerPäsler, Kap. I-3.3)
Auszahlplan Der Auszahlplan ist eine zwischen dem Anleger und der KAG getroffene Vereinbarung über Höhe und Zeitabstand regelmäßiger Auszahlungen aus einem Investmentguthaben. Der Anleger kann sich entweder nur die regelmäßig erwirtschafteten Erträge auszahlen lassen (= Auszahlung ohne Kapitalverzehr) oder das Investmentvermögen allmählich aufbrauchen (= Auszahlung mit Kapitalverzehr).
Baisse Mittlere bis längere zeitanhaltende, starke Kursrückgänge an der Börse. Auch Bear-Market genannt. Gegenteil: Hausse
Barreserve (Liquidität, Kasse) Um das Fondsmanagement in die Lage zu versetzen, flexibel auf Anlagechancen zu reagieren, sowie um Anteilrückgaben jederzeit bedienen zu können, kann ein Teil des Fondsvermögens aus Bankguthaben bzw. Geldmarktpapieren bestehen. Die Höhe der Liquidität wird durch die Vertragsbedingungenbegrenzt und vom Ausschüttungstermin, den Anteilsrückgaben und der Börsensituation beeinflußt. Laut KAGG darf ein Fonds - außer kurz nach der Auflegung - jedoch höchstens 49 Prozent Liquidität halten.
Benchmark Vergleichsindex
Besondere Vertragsbedingungen Sie gelten nur in Verbindung mit den Allgemeinen Vertragsbedingungen; beide zusammen sind Bestandteil eines Fonds-Verkaufsprospektes. Die Besonderen Vertragsbedingungen regeln das Rechtsverhältnis zwischen Anteilinhabern und KAG für jeweils einen bestimmten Fonds. In ihnen sind Anlagegrundsätze und Anlagegrenzen des betreffenden Fonds festgelegt. Ein Anhang zu den Besonderen Vertragsbedingungen regelt detailliert, an welchen Börsen und organisierten Märkten Wertpapiere für den Fonds erworben werden dürfen.
Bestätigungsvermerk Im Rechenschaftsbericht abgedrucktes Testat der Wirtschaftsprüfer, daß Buchführung und Abschluß der Kapitalanlagegesellschaft den gesetzlichen Vorschriften entsprechen.
Blue Chips (Standardwerte) Bezeichnung für Aktien der größten, international bekannten Unternehmen, die einen wesentlichen Anteil am gesamten Börsenumsatz haben und deren Kurse auch in die Berechnung der gebräuchlichen Indizes eingehen. Im Deutschen Aktienindex (DAX) sind beispielsweise die 30 größten deutschen börsennotierten Unternehmen enthalten. Gegenteil: Nebenwerte
Bonifikation Ein Rabatt auf den Rücknahmepreis, der beispielsweise von Direktbanken gewährt wird. Die Bonifikation kann von der Mindestanlagesumme abhängig sein.
Bonität Die Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit eines Schuldners (Emittenten) entscheidet, wie sicher eine Anleihe ist. Die Schuldnerbonität ist deshalb ein sehr wichtiges Kriterium für die Anlageentscheidung. Internationale Ratingagenturen wie "Moody's Investors Service Inc" (Abk.: Moody's) oder "Standard & Poors Inc" (Abk.: S&P) überprüfen in regelmäßigen Abständen die Bonität von Schuldnern, die sich aufgrund von Entwicklungen im gesamtwirtschaftlichen oder unternehmensspezifischen Umfeld ändern kann.
Bottom-Up Bottom-Up-Approach; - Managementansatz
Branchenfonds Investmentfonds, die ausschließlich in Aktien bestimmter Industriezweige oder Wirtschaftssektoren wie zum Beispiel Energie, Rohstoffe oder Technologie anlegen.
Bundesanzeiger Zeitung, die Investmentgesellschaften nutzen, um ihrer Publizitätspflicht nachzukommen. Herausgeber ist das Bundesministerium für Justiz.
Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred) Kapitalanlagegesellschaften unterliegen als Kreditinstitute der Aufsicht durch das Berliner Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen. Das BAKred erteilt Kreditinstituten die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb und überwacht dann die Einhaltung der im Kreditwesen- und Kapitalanlagegesetz festgehaltenen Vorschriften. Die rechtliche Kontrolle des laufenden Geschäftsbetriebs dient der Sicherheit der Anleger
Bundesverband Deutscher Investmentgesellschaften e. V. (BVI) Im BVI, der 1970 im Frankfurt gegründet wurde, sind nahezu alle deutschen Investmentgesellschaften zusammengeschlossen. Zu den Aufgaben des Verbandes gehört die Wahrnehmung der Interessen der Investmentbranche und die Förderung des Investmentgedankens. Über die "Initiative Investmentsparen" bewirbt der BVI zudem die Idee der Fondsanlage, um sie breiten Bevölkerungskreisen näher zu bringen. Der BVI hat eine Reihe von Informationsbroschüren herausgebracht, die kostenlos angefordert werden können.
BVI-Methode Methode zur Berechnung der Wertentwicklung eines Investmentfonds. Kalkulationsgrundlage bildet die Veränderung der Anteilwerte innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Bei der BVI-Methode werden bestimmte Einflußfaktoren wie Ausgabeaufschlag, Rücknahmespesen, Depotgebühren oder Kontoführungsgebühren bei der Wertentwicklungs-Berechnung eleminiert. Die Methode unterstellt, daß sämtliche Erträge, die der Fonds dem Anteilinhaber auszahlt, rechnerisch kostenfrei wieder angelegt werden.
Cost-Averaging Cost Average Effekt (Durchschnittskosten-Effekt) Die regelmäßige Einzahlung gleichbleibender Beträge in einen Investmentfonds hat den Vorteil, daß der Anleger die Anteile bei unterschiedlichen Ausgabepreisen zu einem günstigeren Durchschnittspreis kauft als beim regelmäßigen Kauf einer gleichbleibenden Stückzahl von Anteilen im selben Zeitraum. Bei gleichbleibenden monatlichen Einzahlungen in einen Fonds erhält der Anleger bei fallendem Anteilswert mehr, bei steigendem Anteilwert weniger Anteile. Der positive Effekt des Cost-Average ist bei stark schwankenden Kursen - wie sie insbesondere bei Aktien bzw. Aktienfonds in aller Regel vorkommen - besonders ausgeprägt.
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Dachfonds (Fund of Funds) Fonds, die ihre Mittel in Unterfonds, also in Anteilscheine anderer Fonds anlegen. Sie dienen somit als Form der standardisierten Vermögensverwaltung (siehe auch Kap. IV-4.2)
DAX (Deutscher Aktienindex) An der Frankfurter Aktienbörse ermittelter Börsenindex. Er wird aus den Kursen der 30 umsatzstärksten deutschen Aktien berechnet und ist der meistbeachtete Indikator für die Kursentwicklung des deutschen Gesamtmarktes.
Depotbank Eine KAG darf gemäß dem Gesetz für Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) ein von ihr aufgelegtes Sondervermögen nicht selbst verwahren, sondern muß damit eine unabhängige Depotbank beauftragen. Dadurch bleibt das Fondsvermögen strikt vom Vermögen der KAG getrennt. Zu den Aufgaben der Depotbank gehören u. a. die Ausgabe und Rücknahme von Anteilscheinen sowie die Prüfung der von der KAG ermittelten börsentäglichen Ausgabe- und Rücknahmepreise, die Durchführung der Ausschüttung an die Anteilinhaber, aber auch die Abwicklung des Fondsvermögens im Falle der Auflösung des Fonds.
Depotbankgebühr Die Depotbankgebühr erhält für ihre Verwahrungs- und Kontrolltätigkeit eine Vergütung, die einen Promille-Satz des Fondsvermögens ausmacht. Die Höhe dieser Vergütung ist in den Besonderen Vertragsbedingungen des einzelnen Fonds angegeben. Die Gebühr wird dem Anleger nicht direkt belastet, sondern aus dem Fondsvermögen bezahlt. Sie geht daher zu Lasten der Wertentwicklung des Fonds.
Depotgebühr Gebühr, die ein Kreditinstitut oder eine KAG für die Verwahrung und Verwaltung von Fondsanteilen erhält.
Emerging Markets (Schwellenländer) Die jungen Börsen der Entwicklungs- und Schwellenländer und der ehemaligen Ostblockstaaten werden heute meist als "Emerging Markets" oder "aufstrebende Länder" bezeichnet. Sie haben meist höhere Wachstumsraten als die Kapitalmärkte der Industrieländer, sind aber auch häufig weniger liquide, d. h. größere Wertpapierkäufe oder -verkäufe können einen stärkeren Einfluß auf die Kursentwicklung haben.
Fondsgebundene Lebensversicherung Allfinanzangebot, das eine Risiko-Lebensversicherung mit einer Anlage in Investmentfonds verbindet. Die Besonderheit: Der in der entrichteten Versicherungsprämie enthaltene Sparanteil - das ist der Teil, der nicht zur Deckung des Todesfallrisikos und der Kosten benötigt wird - wird direkt in Anteilen eines oder mehrerer Investmentfonds angelegt. Die Anlage des Sparanteils ist also prinzipiell der einzige, aber auch der entscheidende Unterschied zur Kapital-Lebensversicherung.
Fondsgeschäftsjahr Geschäftsjahr des einzelnen Fonds; unabhängig vom Geschäftsjahr der KAG und vom Kalenderjahr.
Fondsmanager Professionelle Verwalter von Investmentvermögen. Sie treffen die konkreten Anlageentscheidungen für den Fonds im Rahmen der Anlagebedingungen, der Anlagegrundsätze und der gesetzlichen Anlagegrenzen.
Fondspicker Fonds-Vermögensverwaltung
Fondsrating Eingruppierung von Fonds nach ihrer Bonität und ihrem Marktrisiko durch international anerkannte Rating-Agenturen wie "Moody's Investors Service Inc" und "Standard & Poors Inc". Fondsratings ermöglichen die Beurteilung des Gesamtrisikos einer Fondsanlage. Zu unterscheiden sind Fondsratings von Performancerankings, die Aussagen über Fondsrenditen losgelöst von ihrem Risiko treffen. Bisher wurden vor allem Geldmarktfonds geratet.
Fondstausch/-wechsel Anleger, die innerhalb einer konzerneigenen Fondspalette von einem Fonds zum anderen wechseln wollen (= switchen), erhalten bei einigen Anbietern einen vollständigen oder reduzierten Rabatt auf den Ausgabeaufschlag. Vollständige Rabatte sind allerdings meist auf Umbrella-Fonds beschränkt (Ausnahme: No-load-Fonds, Fondskauf bei Direktbanken).
Fondsvermögen Die Gesamtheit aller im Fonds befindlichen Vermögenswerte. Das Fondsvermögen besteht bei einem Wertpapierfonds aus Wertpapieren, Bankguthaben sowie den sonstigen Vermögensgegenständen.
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Garantie Fonds Fondstyp, der in der Regel am Ende der festgesetzten Fondslaufzeit entweder die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals (Geld-Zurück-Garantie/Money back-Garantie) oder wenigstens eines bestimmten Prozentsatzes davon verspricht. Zudem wird der Anleger bis zur Endfälligkeit mit einer bestimmten Partizipationsquote am Kursanstieg des jeweiligen Marktes beteiligt. Alternativ wird der Gewinn auf einen bestimmten Prozentsatz des Indexanstiegs beschränkt.
Geldmarkt Fonds Fonds, die bis zu 100 Prozent ihres Vermögens in Bankguthaben, Geldmarkttiteln oder Wertpapieren mit kurzen Restlaufzeiten bzw. regelmäßigen Zinsanpassungen anlegen. Geldmarktfonds sind erst seit 1. August 1994 in Deutschland zugelassen.
Gemischte Fonds (Misch Fonds) Fonds, die gemäß ihren Anlagebedingungen sowohl in Aktien als auch in festverzinsliche Wertpapiere investieren können, die aber in der Regel Höchstgrenzen für den Aktien- oder den Rentenanteil haben. Die Entscheidungen über den richtigen Mix aus beiden Wertpapierarten trifft das Fondsmanagement je nach aktueller Situation.
Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) Das 1957 verabschiedete und seitdem mehrmals novellierte KAGG verpflichtet alle deutschen Investmentgesellschaften zur Einhaltung bestimmter Anlagegrundsätze. Hierzu gehört vor allem die Risikostreuung. Das Gesetz dient also in erster Linie dem Schutz der Fondsanleger.
Geschlossene Fonds (Closed-End Funds) Besonders in den angelsächsischen Ländern - aber auch in Deutschland in Form von geschlossenen Immobilienfonds - vorkommende Fonds einer KAG, deren Mittel durch den Verkauf einer bestimmten, von vornherein begrenzten Anzahl von Anteilen aufgebracht werden. Wird das geplante Volumen erreicht, wird der Fonds geschlossen und die Ausgabe von Anteilen eingestellt. Der Kurswert eines Anteils richtet sich nicht nach dem tatsächlichen, anteiligen Wert am Fondsvermögen, sondern unterliegt der freien Preisbildung, so daß der Fonds je nach Angebot und Nachfrage häufig mit einem nicht unerheblichen Aufgeld (siehe Agio) - manchmal auch mit Abgeld (siehe Disagio) - gegenüber seinem Inventarwert gehandelt wird. Einen Anspruch auf Rücknahme des Anteils hat der Anleger bei einem closed-end-fund nicht. Die Anteile können nur an Dritte, ggf. über eine Börse, verkauft werden. Geschlossene Fonds unterliegen nicht den Anlegerschutzvorschriften des KAGG. Gegenteil: Offene Fonds
Halbjahresbericht Rechenschaftsbericht
Hausse Längere Zeit anhaltende starke Kurssteigerungen an der Börse. Auch Bull-Market genannt. Gegenteil: Baisse
Hedge-Fonds Fonds, die ihre Mittel überwiegend am Terminmarkt in derivative Instrumente wie Optionen und Futures investieren. Hedge-Fonds dürfen im Gegenteil zu Futures-Fonds aber auch einen Teil ihrer Mittel am Kassamarkt anlegen. Hedge-Fonds unterliegen nicht dem deutschen Investmentgesetz.
Immobilienfonds Fonds, die ihre Mittel überwiegend in Grundstücken und Gebäuden investieren.
Index Kennziffer zur Darstellung von Veränderungen bestimmter Größen zwischen verschiedenen Zeitpunkten. Börsenindizes geben die Veränderung der Entwicklung einer bestimmten Zahl ausgewählter Aktien über einen bestimmten Zeitraum an. Aktien- und Rentenindizes werden eingesetzt, um einen Indikator für die Entwicklung eines Gesamt- oder Teilmarktes, einer Branche oder einer Region zu schaffen. Neben bekannten und repräsentativen Aktienindizes wie dem Deutschen Aktienindex (DAX), dem amerikanischen Dow Jones-Index für 30 Industriewerte, dem Nikkei-225-Index für japanische Titel oder dem Morgan Stanley Capital International (MSCI) gibt es weniger bekannte Indizes wie den amerikanischen Russel 2000, der 2000 amerikanische nebenwerte umfaßt. Hinzu kommen Rentenindizes wie der deutsche REX oder der Salomon Brothers (SALB).
Index Fonds Fonds, die die Zusammensetzung eines bestimmten, repräsentativen Index nachzubilden suchen. Das Anlageergebnis von Indesfonds sollte im wesentlichen die Entwicklung des Indizes widerspiegeln.
Indexorientierte Fonds Die exakte Nachbildung eines Index ist schon aus technischen Gründen nicht möglich. Außerdem stehen auch die Anlagegrenzen des KAGG einer exakten Index-Nachibldung entgegen. Indexfond sind daher eigentlich in der Regel indexorientierte Fonds.
Investment-Aktiengesellschaft KAGs dürfen in Deutschland nur in der Rechtsform der Aktiengesellschaft oder GmbH betrieben werden.
Investment-Fonds (Fonds) Nach deutschem Recht ist ein Investmentfonds ein Sondervermögen, das von einer KAG verwaltet und von einer von ihr unabhängigen Depotbank verwahrt wird. In einem Investmentfonds bündelt eine KAG die Gelder vieler Anleger, um sie nach dem Prinzip der Risikomischung in verschiedenen Vermögenswerten gewinnbringend anzulegen.
Investmentgesellschaft Kapitalanlagegesellschaft
Investment Konto Konto, auf dem Investmentanteile verwahrt werden. Es ermöglicht regelmäßige und unregelmäßige Einzahlungen, die in Investmentanteile bzw. Anteilbruchteilen gutgeschrieben werden.
Investitionsgrad Fondsvermögen abzüglich der Barreserve, d. h., der Anteil des Fondsvermögens, der in Wertpapieren, Immobilien oder Derivaten angelegt ist. Ein Fonds muß jederzeit mit mindestens 51 Prozent seines Vermögens in den Anlagen investiert sein, die der Verkaufsprospekt als Anlageschwerpunkt vorsieht.
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KAGG Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften
Kapitalanlagegesellschaft (KAG) (Investmentgesellschaft) Kreditinstitut, dessen Geschäftsbetrieb darauf gerichtet ist, bei ihm eingelegte Gelder im eigenen Namen für gemeinschaftliche Rechnung der Anleger nach dem Grundsatz der Risikomischung gesondert vom eigenen Vermögen anzulegen. Die KAG muß über die sich hieraus ergebenden Rechte der Anleger (Anteilinhaber) Urkunden (Anteilscheine) ausstellen. Die Anlage der Gelder kann nach dem KAGG in Form von Wertpapier-,Beteiligungs- oder Grundstücksvermögen erfolgen. Eine KAG darf in Deutschland nur in der Rechtsform der Aktiengesellschaft oder der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) betrieben werden. Deutsche KAGs unterliegen dem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) und gleichzeitig als Spezialkreditinstitute dem Gesetz über das Kreditwesen (KWG).
Kennzahlen Die in diesem Fondsguide verwendeten Kennzahlen dienen zur Beurteilung von Investmentfonds und führen über die Betrachtung der reinen Wertentwicklung hinaus. Dazu gehören die benfalls in diesem Glossar erläuterten Begriffe Volatilität, Maximaler Verlust, Längste Verlustperiode, Sharpe-Ratio, Jensen's Alpha, Treynor-Ratio, Elastizitäten.
Kosten Die Kosten beim Investmentsparen untergliedern sich in diejenigen Kosten, die dem Anleger direkt belastet werden, wie beispielsweise der Ausgabeaufschlag und evtl. anfallende Depotgebühren sowie in Kosten, die dem Fonds belastet werden und damit letztlich zu Lasten der Fondsperformance gehen. Dazu gehören beispielsweise die Verwaltungsvergütung oder die Depotbankgebühr.
Länder- und Regionenfonds Aktienfonds, die ausschließlich in einem bestimmten Land oder in speziell zusammengeführten Ländergruppen (bspw. Südeuropa oder Lateinamerika) anlegen. Sie haben eine andere Risikostruktur als Fonds, die ihre Anlagen über viele Anlageländer streuen.
Längste Verlustperiode Im vorliegenden Fonds-Guide gibt diese zahl an, wie viele Monate in Folge ein Fonds in den vergangenen drei Jahren Verluste erlitt. Für die Kombination aus Wertentwicklung und verbundenem Risiko werden in den Fondsporträts vier Kennzahlen, sogenannte Ratios, genannt.
Laufzeitfonds Fonds mit von vornherein begrenzter Laufzeit. Anleger können diese Fonds nur während einer knapp bemessenen Zeichnungsfrist kaufen. Danach wird die Ausgabe von Fondsanteilen eingestellt. Das investierte Vermögen bleibt bis zu Laufzeitende im Fonds. Anleger können ihre Fondsanteile jedoch auch während der Laufzeit börsentäglich verkaufen. Am Ablaufdatum wird der gesamte Fonds aufgelöst und das angelegte Kapital einschließlich der aufgelaufenen Erträge an die Anteilinhaber ausgeschüttet.
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Managementgebühr (ManagementFee) Verwaltungsvergütung
Managementstil Ein Fonds kann nach unterschiedlichen Investmentansätzen verwaltet werden. Bei den Anlageentscheidungen unterscheidet man in der Regel zwischen dem Top-down- und dem Bottom-up-Ansatz. Während das Fondmanagement beim Top-down-Ansatz ausgehend von volkswirtschaftlichen Daten zunächst Gewichtungen für die einzelnen Anlageländer festlegt und dann die Quote mit Titeln auffüllt, sucht das Fondsmanagement, das nach dem Bottom-up-Ansatz vorgeht, interessante Einzeltitel aus, ohne auf die Länderquote zu achten. Vor allem Small Cap-Fonds werden in der Regel nach dem Bottom-up-Ansatz gemanagt. Üblicherweise orientiert sich das Fondsmanagement an einem Referenzindex. Der Vergleich zwischen Indes- und Fondsentwicklung macht die Leistung des Managements meßbar. Ein über dem Index liegender Wertzuwachs oder ein geringerer Wertverlust wird dadurch angestrebt, daß das Management gezielt von der Indexzusammensetzung abweicht und beispielsweise bestimmte Wertpapiere im Fonds stärker oder schwächer vertreten sind als im Index.
Maximaler Verlust Bezeichnet in diesem Fonds-Guide den stärksten Wertrückgang, den ein Fonds oder Index während eines Sechsmonatszeitraums in den vergangenen drei Jahren verzeichnete. Dazu werden gleitende Zeiträume gemessen, d. h. der maximale Verlust wird berechnet für den Zeitraum Januar bis Juni, gefolgt von Februar bis Juli, März bis August usw.
Mindestanlagesumme Etliche KAGs verlangen, daß der Anlager einen Mindestbetrag in einen bestimmten Fonds investiert. Bei einigen Fonds muß der Anleger nur mit einer Mindestsumme starten und kann sie später in beliebigen Schritten erhöhen, bei anderen Fonds sind sowohl für die Erstanlage als auch für alle weiteren Investments Mindestsummen vorgeschrieben. Auch für die Einrichtung eines Fonds-Sparplans ist üblicherweise eine regelmäßige Mindestanlagesumme erforderlich. Angaben zur Mindestanlage finden sich im Verkaufsprospekt.
Mittelaufkommen Saldo der von Anlegern erworbenen Anteile eines Investmentfonds abzüglich der zurückgegebenen Anteile innerhalb eines bestimmten Zeitraums.
Nebenwerte (MidCaps oder Small Caps) Aktien von mittleren und kleineren börsennotierten Gesellschaften. Gegenteil: Standardwerte/Blue Chips
NetAssetValue Nettoinventarwert
Nettoinventarwert (NetAssetValue/NAV) Wert des gesamten Fondsvermögens.
No-Load-Fonds Investmentfonds, die ohne Aufgeld verkauft, dafür aber mit einer höheren Verwaltungsvergütung belastet werden. Sie eigenen sich eher bei einem kürzeren Anlagehorizont und werden daher auch als Trading-Fonds bezeichnet.
Outperformer Fonds, der in einem bestimmten Betrachtungszeitraum eine bessere Performance (Wertentwicklung) erzielen konnte als sein Vergleichsindes.
Optionsgeschäft Erwerb oder Veräußerung des Rechts, eine bestimmte Anzahl von Wertpapieren einer bestimmten, zum Aktienhandel zugelassenen Aktienart jederzeit während der Laufzeit der Option zu einem im voraus vereinbarten Preis (Basispreis) entweder vom Kontrahenten (Stillhalter) zu kaufen oder an ihn zu verkaufen. Für dieses Recht hat der Käufer bei Abschluß des Optionsgeschäfts den Optionspreis (Prämie) zu zahlen. Gehandelt werden Kauf- (call) und Verkaufsoptionen (put), die jeweils ge- und verkauft (geschrieben) werden können. Während Kaufoptionen das Recht, nicht jedoch die Pflicht gewähren , ein bestimmtes Wertpapier innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu einem festgelegten Preis (dem Basispreis) zu kaufen, verbriefen Verkaufsoptionen das Recht, aber nicht die Pflicht, ein bestimmtes Wertpapier innerhalb einer definierten Zeitspanne zu einem festgelegten Preis zu verkaufen. Mit Calls spekuliert ein Anleger mit geringerem Kapitaleinsatz auf steigende Kurse, während er mit Puts sein Portfolio flexibel gegen fallende Kurse versichern kann, um sich gegen Rückschläge am Markt zu schützen.
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Performance Als Performance bezeichnet man die Wertentwicklung einer Kapitalanlage. Bei Investmentfonds wird meist die prozentuale Veränderung der Anteilwerte während eines bestimmten Zeitraums unter Berücksichtigung der Ausschüttung und des Körperschaftssteuerguthabens - meist aber nicht der beim Fondskauf gezahlten Ausgabeaufschläge - gemessen. Die Wertentwicklungen verschiedener Fonds und damit die Leistung des Fondsmanagements lassen sich nur miteinander vergleichen, wenn Fonds mit in etwa gleichen Anlageobjekten und vergleichbarer Anlagestrategie betrachtet werden.
Publikumsfonds Investmentfonds, deren Anteilscheine keinem bestimmten Anlegerkreis vorbehalten sind, sondern von jedermann erworben werden können. Gegenteil: Spezialfonds
Rechenschaftsbericht Eine KAG ist gesetzlich verpflichtet, über jeden ihrer Fonds jährlich - spätestens drei Monate nach Abschluß des Fondsgeschäftsjahres - einen Rechenschaftsbericht zur Information der Anleger zu veröffentlichen. Der Rechenschaftsbericht enthält zum Berichtsstichtag u. a. die Vermögensaufstellung, die Aufwands- und Ertragsrechnung sowie die Höhe einer evtl. Ausschüttung, ergänzt durch Informationen zur Geschäfts- und Fondsentwicklung. Außerdem muß die KAG zusätzlich eine Halbjahresbericht erstellen.
REIT Die Abkürzung REIT steht für den englischen Begriff Real Estate Investment Trust. Das sind börsennotierte US-Immobiliengesellschaften. Sie investieren das Kapital ihrer Anteilinhaber zu mindestens 75 Prozent in den US-Immobilienmarkt.
Rendite Unter der Rendite einer Kapitalanlage versteht man das Verhältnis des jährlichen Ertrags bezogen auf den Kapitaleinsatz, also die Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Die Rendite einer Investmentanlage beruht auf den Ertragseinnahmen des Fonds (z. B. Zinsen, Dividenden, realisierte Kursgewinne) und den Kursveränderungen der im Fonds befindlichen Werte.
Rentenfonds Fonds, die überwiegend oder ausschließlich in verzinslichen Wertpapieren anlegen.
Resarch Analyse eines Wertpapiers hinsichtlich seiner Kurschancen bzw. eines Unternehmens hinsichtlich seiner Ertragskraft. Vermögensverwaltungsgesellschaften, wie die Bad Homburger FERI Trust GmbH, analysieren Fondsprodukte auf eine Vielzahl von Faktoren hin, um ihren Kunden die besten Fonds zur Anlage empfehlen zu können. Die in diesem Buch abgedruckten Fondsanalysen (Kap. III) wurden von FERI Trust erarbeitet.
Risikostreuung Grundidee der Anlage in Investmentfonds ist der Grundsatz der Risikomischung. Das Portfolio eines Investmentfonds besteht aus einer Vielzahl verschiedener Wertpapiere. Jedes einzelne Wertpapier birgt neben Chancen auf Kursgewinne auch Risiken, die zum einen im Wertpapier selbst liegen und als titelspezifische Risiken bezeichnet werden. Zum anderen resultieren Gefahren aus der Entwicklung der einzelnen Wertpapiermärkte; man nennt dies Marktrisiko. Bei Anlagen in fremden Währungen besteht zudem ein Währungsrisiko. Das titelspezifische Risiko läßt sich durch die Verteilung der Investitionssumme auf mehrere Einzelwerte reduzieren, denn das Risiko eines Portofolio ist geringer als der gewichtete Durchschnitt der Risiken seiner Einzelpositionen. Marktrisiken werden vermindert, indem die verschiedenen Anlagen unternehmens-, branchen-, länder- und währungsmäßig gestreut werden. Das Prinzip der Risikostreuung ist im KAGG geregelt.
Rücknahme (von Fondsanteilen) Bei einem offenen Fonds ist eine KAG verpflichtet, die vom Anleger zurückgegebenen Anteile zum Rücknahmepreis börsentäglich zurückzunehmen.
Rücknahmegebühr Einige ausländische Fondsanbieter erheben nicht nur beim Kauf, sondern auch beim Verkauf von Fondsanteilen eine Gebühr. Je länger der Anleger die Fondsanteile im Depot gehalten hat, desto niedriger sind in der Regel die Rücknahmegebühren.
Rücknahmepreis Er entspricht dem Anteilwert. Der Rücknahmepreis ist der Preis, den der Anleger beim Verkauf seiner Fondsanteile erzielt. Es handelt sich hierbei um den Nettoinventarwert. Er wird in der Regel börsentäglich errechnet und veröffentlicht. Allerdings erheben einige Kapitalanlagegesellschaften gestaffelte Rücknahmegebühren, wobei die Gebühr sinkt, je länger ein Anteil gehalten wird.
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Schwellenländer Emerging Markets
Shareholder Value Der Vermögenswert (Value), den ein Anteileigner (Shareholder) einer Aktiengesellschaft besitzt, besteht aus dem (Kurs-)Wert der entsprechenden Aktie multipliziert mit der Summe der gehaltenen Anteile. Eine auf Shareholder Value angelegte Unternehmenspolitik wird daher versuchen, den Kurswert der Aktien und damit den Martkwert des Gesamtunternehmens zu maximieren.
SICAV Die SICAV ist eine besonders in Frankreich und in Luxemburg gebräuchliche Aktiengesellschaft, die über Gesellschaftsorgane sowie über ein Mindestkapital verfügt. Das Kapital der Gesellschaft variiert jedoch. Es entspricht jederzeit dem Wert des Nettovermögens aller Teilfonds der Gesellschaft und wird durch Anteile ohne Angabe eines Nominalwertes dargestellt. Im Unterschied zu einer Aktiengesellschaft im klassischen Sinn ist der Zweck der SICAV auf die Anlage des Gesellschaftskapitals in Wertpapieren nach dem Grundsatz der Risikostreuung - ähnlich wie es das KAGG für deutsche Investmentgesellschaften vorschreibt - beschränkt.
Small-Cap-Fonds Fonds, die ihre Mittel überwiegend in kleine börsennotierte Unternehmen (Nebenwerte) investieren.
Sondervermögen Investmentfonds
Sparplan Regelmäßige Einzahlung eines bestimmten Anlagebetrages zum Kauf von Investmentanteilen. Der Kauf von Fondsanteilen über einen Sparplan bietet neben dem Vorteil des Cost-Averaging auch die Möglichkeit, Höhe und Dauer der Einzahlung flexibel zu gestalten. Bei Sparplänen entfällt für den Anleger zudem die Schwierigkeit, den idealen Anlagezeitpunkt zu finden. (-auch Timing)
Spezialfonds Sondervermögen i.S.d. KAGG, deren Anteilscheine jeweils von nicht mehr als zehn Anteilinhabern, die nicht natürliche Personen sind, gehalten werden. Spezialfonds sind also nicht für die breite Öffentlichkeit konzipiert. Sie unterliegen jedoch wie Publikumsfonds dem KAGG.
Spezialitätenfonds Spezialitätenfonds unterscheiden sich durch die Ausrichtung ihrer Anlagepolitik auf bestimmte Länder, Industriezweige, Wirtschaftssektoren oder auf bestimmte Wertpapiere wie Wandel- und Optionsanleihen von "normalen" Investmentfonds. Spezialitätenfonds setzen beim Anleger ein höheres Maß an Risikobereitschaft, aber auch an Kenntnis gesamtwirtschaftlicher Zusammenhänge voraus, da durch die Beschränkung auf bestimmte Marktsegmente neben höheren Chancen auch vermehrte Risiken entstehen.
Standardwerte Blue Chips
Steueroptimierende Fonds Bei einem steueroptimierenden Fonds versucht das Fondsmanagement, die steuerpflichtigen ordentlichen Erträge möglichst gering zu halten.
Steuerpflichtiger Ertragsanteil Er bezeichnet den Teil des gesamten Wertzuwachses, der aus Zinsen, Dividenden und Mieteinnahmen - also den ordentlichen Erträgen - stammt. Der steuerpflichtige Ertragsanteil ist bei Aktienfonds am geringsten und bei klassischen Rentenfonds am höchsten.
STOXX Die Dow Jones STOXX Indizes wurden im Rahmen einer Kooperation zwischen Deutsche Börse AG und Dow Jones & Company Inc., SBF-Bourse de Paris sowie SWX-Swiss Exchange entwickelt. Die Einführung beruht auf dem großen Interesse der Anleger nach europaweit ausgerichteten Indizes und darauf basierenden Derivaten. Es werden zunehmend länderübergreifende Strategien und branchenspezifische Ansätze verfolgt, während Verfahren bei der Asset Allocation, die auf einzelne Länder abzielen, im EWU-Raum immer mehr an Bedeutung verlieren. Die Dow Jones STOXX Indexfamilie besteht aus vier Hauptindizes und 19 Branchenindizes. Der Dow Jones STOXX Index umfaßte im Juni 1998 665 Aktienwerte aus 16 europäischen Ländern. Der Dow Jones Euro STOXX enthielt im Juni 1998 326 Aktien des übergeordneten Dow Jones STOXX Index aus 10 Ländern, die an der europäischen Währungsunion teilnehmen.
Terminmarkt-Instrumente Derivate
Thesaurierende Fonds Bei thesaurierenden Fonds werden die Erträge nicht ausgeschüttet, sondern wieder im Fonds angelegt. Bei einigen Fonds existieren jeweils eine ausschüttende und eine thesaurierende Tranche. In der Regel werden die ausschüttenden Tranchen als A-Anteile bezeichnet, die thesaurierenden Tranchen als B-Anteile. Gegenteil: Ausschüttende Fonds
Timing Wahl des richtigen Anlagezeitpunkts bzw. des richtigen Ausstiegs. Fachleute raten allerdings Privatanlegern davon ab, ein Timing zu versuchen. Untersuchungen zeigen, daß die überwiegende Mehrzahl der Privatanleger nicht den richtigen Zeitpunkt findet. Das Timing-Problem kann der Anleger mit Sparplänen durch das Cost-Averaging vermeiden.
Trust Englische Bezeichnung für Investmentfonds.
Umbrella Fonds Investmentfonds, die dem Anleger unter einem gemeinsamen Schirm (engl.: umbrella) Anlagemöglichkeiten in verschiedenen Einzelfonds der gleichen Investmentgruppe bieten. Jeder Unterfonds hat einen speziellen Anlageschwerpunkt. Der Anleger kann dann je nach Markteinschätzung und Risikoneigung ohne zusätzlichen Spesenaufwand oder zu minimalen Gebühren (vgl. Fondstausch) zwischen den Unterfonds wechseln. Der Ausgabeaufschlag fällt einmalig nur beim Einstieg in den Umbrella an.
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Verfügbarkeit Eine KAG ist dazu verpflichtet, Anteile eines offenen Fonds börsentäglich zurückzunehmen. Eine Ausnahme können hier Offene Immobilienfonds bilden. Der Kunde soll jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist über sein Vermögen verfügen können. Spezielle Kündigungsfristen gibt es lediglich bei Anlagen nach dem Vermögensbildungsgesetz.
Vergleichsindex (Benchmark, Vergleichsmaßstab) Die Entwicklung eines bestimmten Index, der einem Fonds als Vergleichsbasis für die Wertentwicklung dient. Ziel eines aktiv gemanagten Fonds ist es, den Vergleichsindex zu schlagen. Passiv gemanagte (Index)-Fonds sollten sich in etwa wie ihr Vergleichsmaßstab entwickeln.
Verkaufsprospekt Das deutsche Investmentrecht schreibt vor, daß vor dem Kaufabschluß über Investmentanteile ein Verkaufsprospekt mit den Vertragsbedingungen des Investmentfonds ausgehändigt werden muß. Der Inhalt des Verkaufsprospekts ist durch das KAGG genau festgelegt. Er enthält alle Angaben, die für die Beurteilung einer Anlage in Investmentfonds von wesentlicher Bedeutung sind. Auch die Medien, in denen die Anteilspreisveröffentlichung erfolgt, sind darin festgehalten.
Vermögensaufstellung Teil des Rechenschafts- und Halbjahresberichts, aus dem Aufteilung und Veränderung des Fondsvermögens hervorgehen.
Vertragsbedingungen Bevor eine Investmentgesellschaft Anteile eines Fonds ausgeben darf, müssen die Vertragsbedingungen eines Fonds vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen genehmigt werden. Die Vertragsbedingungen regeln das Rechtsverhältnis zwischen Anleger und KAG.
Vertriebszulassung Bevor ausländische Fondsanteile in Deutschland öffentlich zum Vertrieb angeboten werden können, muß die Investmentgesellschaft das Anzeigeverfahren für den öffentlichen Vertrieb beim Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen ordnungsgemäß durchlaufen haben. Fondspreise können auch ohne Vertriebszulassung veröffentlicht werden.
Verwaltungsvergütung (Managementgebühr, ManagementFee) Die Vergütung, die die KAG für die Verwaltung eines Fonds erhält. Die Höhe der Verwaltungsvergütung ist in den "Besonderen Vertragsbedingungen" im Verkaufsprospekt geregelt. Die Gebühr wird nicht dem Anleger, sondern dem Fonds belastet (vgl. Depotbankgebühr).
Volatilität Schwankungsbereich von Wertpapierkursen, von Rohstoffpreisen, von Zinssätzen oder auch von Investmentfonds-Anteilen während eines bestimmten Zeitraums. Die Volatilität ist eine mathematische Größe (Standardabweichung) für das Maß des Risikos einer Kapitalanlage. Hier wird zum Beispiel ein Durchschnittswert für die Entwicklung des Fonds in einem Monat gebildet. Die Schwankungen dieses Werts werden als Standard genommen und gemessen, wie weit sich der Fonds in einem Monat von diesem Durchschnittswert entfernt hat. Man errechnet also die Schwankungsbreite um den Mittelwert herum. Je größer diese Schwankungsbreite ist, um so volatiler und damit risikoreicher ist ein Fonds. Eine weitere Meßgröße für das Risiko ist beispielsweise der "Maximale Verlust".
Wertentwicklung Performance
Wiederanlage Die Wiederanlage des jährlichen Ausschüttungsbetrages erfolgt in der Regel automatisch. Dem Anleger werden auf Basis des Rücknahmepreises neue Fondsanteile oder Bruchteile von Anteilen gutgeschrieben. Die Wiederanlage von Ausschüttungen führt zu einem höheren Wertzuwachs des eingesetzten Kapitals (Zinseszins-Effekt).
Zertifikat Anteilschein Investmentfonds
Zinseszins-Effekt Wiederangelegte Ausschüttungen eines Investmentfonds erhöhen den Anlagebetrag und damit den Zinserlös. So ergibt sich ein größerer Wertzuwachs des eingesetzten Kapitals im Vergleich zu regelmäßigen Entnahme der Erträge.
Zwischengewinn Ertragsanteil aus bestimmten Zinseinnahmen, die dem Anleger bei Rückgabe, Veräußerung oder Abtretung in- und ausländischer Fondsanteile zuzurechnen sind und im Anteilwert zufließen. Seit dem 1. Januar 1994 unterliegen auch sogenannte Zwischengewinne der Einkommensteuer. Zwischengewinne unterliegen - wie ausgeschüttete oder thesaurierte Fondserträge - der Zinsabschlagsteuer.
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